Was ist ein Mond?

Ein Mond ist ein natürlicher Himmelskörper, der einen Planeten, einen Zwergplaneten oder sogar einen Asteroiden umkreist. Fachleute sprechen auch von einem natürlichen Satelliten. Das Wort „natürlich“ ist dabei wichtig: Die Raumstation ISS oder Wettersatelliten kreisen zwar ebenfalls um die Erde, sie wurden aber von Menschen gebaut. Ein Mond dagegen ist von selbst entstanden. Anders als ein Stern leuchtet er nicht aus eigener Kraft. Wenn du nachts den Mond hell am Himmel siehst, blickst du auf reflektiertes Sonnenlicht.

Wie entsteht ein Mond?

Monde können auf ganz unterschiedliche Weise entstehen. Viele bildeten sich in der Frühzeit des Sonnensystems aus Scheiben aus Gas und Staub, die um die jungen Planeten kreisten. Andere waren ursprünglich kleine Himmelskörper, die zu nah an einen Planeten herankamen und von seiner Schwerkraft eingefangen wurden.

Unser eigener Mond hat eine besonders dramatische Geschichte. Nach der heute verbreitetsten Erklärung prallte vor rund 4,5 Milliarden Jahren ein etwa marsgroßer Körper auf die junge Erde. Dabei wurde viel Gestein ins All geschleudert, das sich nach und nach zu unserem Mond zusammenballte. Wie groß er heute ist, liest du in unserem Beitrag Wie groß ist der Mond?, und wie weit er von uns weg ist, erfährst du unter Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?

Wie sehen Monde aus?

Stell dir vor, du könntest alle Monde des Sonnensystems nebeneinanderlegen. Du würdest staunen, wie verschieden sie sind. Einige sind große, runde Kugeln wie unser Mond. Andere, etwa die beiden Marsmonde Phobos und Deimos, sehen eher aus wie unförmige, dunkle Kartoffeln. Die meisten Monde bestehen aus Gestein und Eis, und nur wenige haben eine Atmosphäre.

Manche Monde sind regelrechte Welten für sich. Ganymed, ein Mond des Jupiter, ist der größte Mond im ganzen Sonnensystem. Auf Io brodeln aktive Vulkane, und unter der eisigen Kruste von Europa oder Enceladus verbergen sich vermutlich riesige Ozeane aus flüssigem Wasser. Der Saturnmond Titan ist der einzige Mond mit einer dichten Atmosphäre und hat Seen aus flüssigem Methan und Ethan auf seiner Oberfläche.

Wie viele Monde gibt es?

Die Erde hat nur einen Mond, Merkur und Venus haben gar keinen. Bei den großen Gasplaneten sieht das ganz anders aus. Laut NASA gab es im Oktober 2026 insgesamt 461 offiziell anerkannte Monde, die Planeten und den Zwergplaneten Pluto umkreisen. Jupiter kommt auf 115 von der Internationalen Astronomischen Union anerkannte Monde. Spitzenreiter ist Saturn: Nach NASA-Angaben vom August 2026 hat er 293 bestätigte Monde. Mehr dazu erfährst du in Wie viele Monde hat der Saturn?

Diese Zahlen ändern sich immer wieder, denn mit besseren Teleskopen entdecken Forschende ständig neue, oft nur wenige Kilometer kleine Monde. Neue Monde bekommen zunächst eine Nummer, bevor die wichtigsten einen offiziellen Namen erhalten, meist aus der Mythologie.

Kurz gesagt: Ein Mond ist ein natürlicher Begleiter eines Planeten, Zwergplaneten oder Asteroiden. Er kann wenige Kilometer klein und unförmig sein oder so groß wie Ganymed, der sogar den Planeten Merkur im Durchmesser übertrifft.

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