Der Saturn hat mit Abstand die meisten Monde im gesamten Sonnensystem. Aktuell (Stand Mitte 2026) sind über 290 Monde offiziell bestätigt – die genaue Zahl steigt regelmäßig durch neue Entdeckungen.
Zum Vergleich: Jupiter hat „nur“ etwas über 100 Monde, Uranus 28 und Neptun 16. Saturns riesiger Gravitationsbereich (seine sogenannte Hill-Sphäre) ermöglicht es, dass viele kleine Himmelskörper dauerhaft um ihn kreisen können.
Die meisten dieser Monde sind sehr klein (oft nur wenige Kilometer groß) und gehören zu den sogenannten irregulären Monden – sie haben stark elliptische und geneigte Bahnen und wurden wahrscheinlich eingefangen. Die großen, runden Monde sind deutlich seltener:
- Titan – der größte Mond des Saturns und der zweitgrößte Mond im Sonnensystem (größer als der Planet Merkur)
- Rhea, Iapetus, Dione, Tethys und Enceladus – diese Monde sind besonders interessant für die Wissenschaft
- Enceladus zum Beispiel speit Wasserfontänen aus und gilt als einer der vielversprechendsten Orte im Sonnensystem für mögliches Leben
Die vielen kleinen Monde wurden vor allem in den letzten Jahren durch intensive Beobachtungen mit Teleskopen wie dem Canada-France-Hawaii Telescope entdeckt. Die Zahl wird voraussichtlich weiter steigen, sobald neue Daten ausgewertet sind.