Die Lyriden sind ein mittelstarker, aber historisch besonders interessanter Meteorstrom, der jedes Jahr im April am Himmel zu sehen ist. Der Radiant der Lyriden liegt im Sternbild Leier (Lyra), in der Nähe des hellen Sterns Vega.
Wichtige Eckdaten der Lyriden:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Aktivitätszeitraum | ca. 16.–25. April |
| Höhepunkt | Nacht vom 21. auf den 22. April |
| ZHR (Normal) | 10–20 Meteore pro Stunde |
| Geschwindigkeit | ca. 49 km/s |
| Elterlicher Komet | C/1861 G1 (Thatcher) |
Die Lyriden gehören zu den ältesten bekannten Meteorströmen der Menschheit. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen stammen bereits aus dem Jahr 687 v. Chr. aus China. Der Strom entsteht durch Staubpartikel des langperiodischen Kometen C/1861 G1 (Thatcher), der die Sonne nur alle 415 Jahre umrundet.
Die Meteore sind relativ schnell und hinterlassen oft helle, lange Schweife. Obwohl die normale Aktivität moderat ist, gab es in der Vergangenheit gelegentlich stärkere Ausbrüche (z. B. 1982 mit bis zu 90 Meteoren pro Stunde).
Beobachtungstipps für die Lyriden:
- Beste Zeit: ab Mitternacht bis zum Morgengrauen
- Blick Richtung Nordosten (Sternbild Leier)
- Dunkler Himmel fernab von Lichtverschmutzung
- Warme Kleidung – Aprilnächte können noch kühl sein
Die Lyriden sind ein schöner Einstieg in die Meteorstrom-Saison im Frühjahr und bieten trotz ihrer moderaten Stärke oft besonders elegante, schnelle Sternschnuppen.