NASA entwickelt den Mondrover PROMISE für den Südpol

Symbolbild: der Mond. Die Abbildung zeigt weder den Rover PROMISE noch den Mondsüdpol.

Die NASA entwickelt den Mondrover PROMISE. Das hat die Raumfahrtbehörde am Samstag, dem 7. November, am Kennedy Space Center in Florida bekannt gegeben. Der Name steht für Polar Rover for Observation, Mapping, and In-Situ Exploration, also einen Polarrover, der beobachten, kartieren und direkt vor Ort untersuchen soll. Ende 2028 soll der sechsrädrige Rover zum Südpol des Mondes starten. Dort soll er 18 Monate lang die Oberfläche und den Untergrund erkunden, mögliche Rohstoffe einschätzen und Daten für künftige Landeplätze und eine dauerhafte Mondbasis sammeln.

Seinen Strom erzeugt PROMISE mit einem Radioisotopengenerator. Das ist ein kompaktes Gerät, das Wärme aus dem natürlichen Zerfall eines radioaktiven Materials in elektrischen Strom umwandelt. Deshalb ist der Rover nicht auf Sonnenlicht angewiesen. Er arbeitet auch dann weiter, wenn lange keine Sonne scheint, und kann sogar in Krater und Senken fahren, die nie Tageslicht sehen. Genau dort vermuten Forschende Wassereis und andere gefrorene Stoffe, die für eine dauerhafte Station am Südpol wichtig sein könnten. Nach Angaben der NASA hat eine Prüfung ergeben, dass die Technik die rauen Bedingungen in dieser Region aushält.

Gebaut aus Technik der Marsrover

Entwickelt und gebaut wird PROMISE am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Kalifornien, das vom California Institute of Technology betrieben wird. Die Ingenieurinnen und Ingenieure greifen dafür auf flugtaugliche Ersatzteile und technische Testmodelle der Marsrover Curiosity und Perseverance zurück. Bewährte Geräte, Software und Arbeitsweisen vom Mars sollen die Kosten senken und Zusammenbau und Tests beschleunigen.

An Bord bekommt der Rover einen Bohrer, mit dem er Mondstaub und lockeres Gestein bis zu etwa einem Meter Tiefe holen kann. Dazu kommen Messgeräte für die chemische Zusammensetzung, Sensoren für Temperatur und Strahlung sowie Kameras für sichtbares Licht. Außerdem soll er einen besonders strahlungsfesten Bordcomputer der nächsten Generation und neue Verfahren testen, mit denen er sich selbstständiger über schwieriges Gelände bewegen kann.

So kommt PROMISE zum Mond

Zum Mond bringen soll PROMISE ein Lander der Firma Blue Origin, das Modell Mark 1. Der Auftrag erweitert eine Vereinbarung vom Mai 2026, nach der Blue Origin bereits zwei Mondgeländefahrzeuge anderer Hersteller zum Mond bringen soll. NASA-Administrator Jared Isaacman sagte, die Behörde baue die Mondbasis Mission um Mission. Wenn die Astronautinnen und Astronauten zum Mond zurückkehren, sollen die ersten Teile der Station schon auf der Oberfläche auf sie warten, so Isaacman.

Zuerst muss PROMISE aber gebaut, getestet und Ende 2028 gestartet werden. Dann beginnt für den Rover die eigentliche Arbeit: den Südpol so zu erkunden, dass spätere Missionen besser wissen, wo der Boden trägt, wo es dauerhaft dunkel ist und wo sich die Suche nach Eis lohnen könnte.

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