Was sind die Leoniden?

Die Leoniden sind ein sehr bekannter und historisch besonders dramatischer Meteorstrom. Ihr Radiant (der scheinbare Ausgangspunkt der Sternschnuppen) liegt im Sternbild Löwe (Leo), daher der Name.

Einige wissenswerte Eckdaten zu den Leoniden:

  • Aktivitätszeitraum: etwa 6. bis 30. November
  • Höhepunkt: meist in der Nacht vom 17. auf den 18. November
  • Elterliches Objekt: Komet 55P/Tempel–Tuttle
  • Normale Aktivität: 10–20 Meteore pro Stunde (ZHR)
  • Bei starken Ausbrüchen: bis zu mehreren hundert bis tausenden Sternschnuppen pro Stunde möglich

Die Leoniden sind vor allem durch ihre extremen Sturm-Ereignisse berühmt geworden:

JahrMaximale ZHR (geschätzt)Bemerkung
1833~100.000 / h„Großer Leonidensturm“ – historisch dokumentiert
1866~5.000–10.000 / hzweiter großer Sturm
1966bis ~150.000 / hextrem kurz, aber intensiv (Arizona)
1998–20021.000–3.700 / hstärkste Serie der Neuzeit
2034? (möglicherweise wieder stark)nächste erwartete Perihel-Nähe des Kometen

Die Leoniden sind deshalb so variabel, weil der Komet Tempel–Tuttle nur alle 33 Jahre die Sonne umrundet und jedes Mal eine relativ schmale, dichte Staubspur hinterlässt. Nur wenn die Erde genau durch diese frische, dichte Staubwolke fliegt, entstehen die berühmten Stürme.

Beobachtungsinfos & -tipps für die Leoniden:

  • In normalen Jahren sind 10–30 Meteore pro Stunde realistisch.
  • Die Meteore sind meist schnell (bis ~71 km/s) und hinterlassen oft lange, leuchtende Schweife.
  • Beste Zeit: zweite Nachthälfte (nach Mitternacht), wenn der Radiant höher steht.
  • Dunkler Himmel und freier Blick nach Osten/Südosten sind entscheidend.

Die Leoniden gelten als einer der emotionalsten und geschichtlich bedeutendsten Meteorströme – wer einmal einen echten Leonidensturm erlebt, vergisst das meist nie.

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