Die NASA hat am 18. September 2026 drei weitere bemannte Flüge zur Internationalen Raumstation ISS an SpaceX vergeben. Die Missionen Crew-15, Crew-16 und Crew-17 sollen den regulären Astronautentransport bis Ende des Jahrzehnts absichern. Für alle drei Flüge samt zugehöriger Dienste zahlt die Agentur 946 Millionen US-Dollar. Die Laufzeit der Auftragsänderung reicht bis 2030; die Missionsbereitschaft ist für 2027 und 2028 vorgesehen.
Damit steigt die Zahl der SpaceX-Crewflüge unter dem Commercial-Crew-Vertrag CCtCap auf insgesamt 17. Der Vertragswert mit SpaceX liegt danach bei 5,92 Milliarden Dollar. Im Preis stecken Start und Landung, Betrieb im Orbit, Rückholung, Fracht und die Rolle als Rettungsboot, solange die Dragon an der Station angedockt ist. Die NASA hatte im Mai angekündigt, diese zusätzlichen Flüge kaufen zu wollen; die jetzige Änderung schließt das ab. Weitere Aufträge später sind laut NASA nicht ausgeschlossen.
Warum die NASA zwei Anbieter will
Seit 2014 setzt die NASA für bemannte Flüge zur Station auf zwei kommerzielle Partner: SpaceX und Boeing. Das Programm heißt Commercial Crew und soll ersetzen, was früher das Space Shuttle erledigt hat. SpaceX fliegt mit der Falcon-9-Rakete und der Crew-Kapsel Dragon; an Bord können bis zu vier Astronautinnen und Astronauten sowie wichtige Fracht zur Station. Die NASA hat das System im November 2020 für den regulären Astronautentransport freigegeben. Aktuell ist Crew-12 im Orbit an der ISS angedockt.
Zwei unabhängige Systeme bedeuten für die NASA: Fällt einer aus, bleibt der andere. Genau deshalb betont die Agentur bei der neuen Vergabe, dass der Zugang zur Station mit zwei Partnern erhalten bleiben soll. Die Crew-Rotationen zur ISS laufen damit planbar weiter, auch während die Station auf ihr vorgesehenes Betriebsende um 2030 zusteuert.
Was Crew-15 bis Crew-17 praktisch bedeuten
Die neuen Nummern sind keine Starttermine. Crew-15 bis Crew-17 sind die nächsten festen Plätze im Commercial-Crew-Fahrplan nach den bereits laufenden und gebuchten Rotationen. Konkrete Besatzungen und exakte Startfenster nennt die NASA mit dieser Vergabe noch nicht. Klar ist nur der Rahmen: Bereitschaft in den Jahren 2027 und 2028, Leistung bis 2030. Jede Mission bringt eine neue Crew zur Station, löst die vorherige ab und hält so den Betrieb oben am Laufen – Forschung, Wartung und internationale Zusammenarbeit inklusive.
Der bemannte Shuttle-Ersatz mit Dragon bleibt damit auf Jahre gebucht. Wer die Station verfolgt, darf mit weiteren Crew-Starts und -Landungen rechnen – in dem Rhythmus, den die NASA und SpaceX seit den ersten zertifizierten Flügen etabliert haben.